Die Brücke|Most-Stiftung machte es für unsere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des beruflichen Gymnasiums möglich, die Berichte eines Zeitzeugen des Holocaust hören zu dürfen.
Der Buchenwald-Überlebende Andrej Iwanowitsch Moiseenko aus Minsk (Belarus) reiste im Zuge seines alljährlichen Gedenkbesuches nach Weimar/Buchenwald und weitete seinen Besuch für sächsische Schülerinnen und Schüler aus. Diese vielleicht letzte Möglichkeit, einen 100jährigen Zeitzeugen berichten zu hören, hat alle Beteiligten zutiefst berührt. Es war beeindruckend zu erleben, mit welcher Selbstverständlichkeit, den Leiden des Alters zum Trotz, Herr Moiseenko dem Leben und der Zukunft offen und froh gegenüberstand.
Besonders in Erinnerung blieb eine Anekdote, in der ihm ein SS-Offizier in einem unbeobachteten Moment ein Stück Butterbrot im Lager zusteckte. Sein Schluss war nicht, dass es auch Menschliches im Unmenschlichen gab, sondern dass es jederzeit wieder Unmenschliches in den Menschen geben kann.
Bleiben wir Mensch(lich).
Wir danken Herrn Andrej Iwanowitsch Moiseenko herzlich für dieses eindrucksvolle Gespräch und wünschen ihm weiterhin Gesundheit, Kraft und alles Gute.

